RHEINKONTOR Mainz - Seltener Amphoren-Fund in der Baugrube

Die Aushubarbeiten für das Büroensemble RHEINKONTOR, das die LBBW Immobilien bis Frühjahr 2020 auf einem rund 4.400 Quadratmeter großen Grundstück im neuen Mainzer Stadtquartier Zollhafen erstellt, gehen planmäßig voran. Bei Arbeiten in der Baugrube wurden vor kurzem entlang der Rheinallee in einer Tiefe von ungefähr vier Metern einige Amphoren entdeckt. Nachdem die Landesarchäologie Mainz sogleich verständigt wurde, war dies unverzüglich vor Ort, um den Fund zu sichten.

„Es hat sich ziemlich rasch herausgestellt, dass wir es bei den Amphoren mit einem außerordentlichen Fund aus römischer Zeit zu tun haben, der auf eine Siedlung in unmittelbarer Rheinufernähe aus der Zeit um Christus Geburt hindeutet“, sagt die Landesarchäologin Dr. Marion Witteyer aus Mainz. Sie und ihr Team haben die letzten vier Wochen die Fundstelle freigelegt und ausreichend dokumentiert. Am Freitag, 29. Juni 2018 werden alle Fundstücke – es handelt sich dabei überwiegend um Amphoren – zur weiteren Bestimmung in die Landesarchäologie gebracht. Die Bauarbeiten für Rheinkontor können damit ohne wesentliche Verzögerungen weitergehen.

„Als Investor und Bauherr sehen wir uns in der Verantwortung, das kulturelle Erbe der Stadt Mainz zu erforschen, weshalb wir unverzüglich nach dem Entdecken der ersten Amphoren den Kontakt zur Landesarchäologie Mainz gesucht haben“, sagt Jens Kulicke, Geschäftsführer der LBBW Immobilien Development GmbH. „Frau Dr. Witteyer und ihrem Team danken wir für die professionelle, zügige Bestandsaufnahme der historischen Funde wie auch für die reibungslose Zusammenarbeit mit unserem Bauunternehmen, der Arge Bauer/Korz vor Ort.“

Peter Zantopp-Goldmann, Pressesprecher der Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, zeigte sich gelassen, als er vom historischen Fund erfuhr: „In Anbetracht der Tatsache, dass der Hafen in Mainz auf eine zweitausendjährige Geschichte zurückblicken kann, ist es nicht verwunderlich, dass bei Grabungsarbeiten der eine oder andere historische Fund ans Licht kommt.“ Indes freut er sich, „dass die LBBW Immobilien, den historischen Zeugnissen der Stadt Mainz einen pfleglichen Umgang angedeihen lässt“ und wünscht sich, dass alle Bauherren im Zollhafen bei potentiellen historischen Funden ähnlich sensibel vorgehen werden.

Zum Fund

Die in mehreren Bauphasen entstandenen Holzbauten der Siedlung haben deutliche Spuren im Rheinsand hinterlassen. Von aus Fässern gebauten Brunnen sind noch die Dauben in fast herstellungsfrischem Zustand erhalten. Der dauerhaft nasse Untergrund hat zur extrem guten Erhaltung des Holzes bis in unsere Zeit geführt. Für die Bewohner der Siedlung brachte die Feuchtigkeit allerdings Probleme mit sich. Daher hat man zur Trockenlegung und Stabilisierung des Baugrunds besondere Maßnahmen getroffen. Amphoren, die als Transportbehälter Öl, Wein und Fischsauce aus dem Mittelmeerraum nach Mainz brachten, wurden nach dem Entleeren als Baumaterial zweitverwendet. Sehr häufig tragen die Behälter Aufschriften, die Angaben zum Inhalt, dessen Qualität und Herkunft liefern. 45 überwiegend unversehrte Amphoren wurden in einem Streifen dicht nebeneinander liegend angetroffen. Vergleichbare Befunde sind bisher aus Italien und Frankreich bekannt, was die überregionale Bedeutung des Mainzer Fundkomplexes nochmals unterstreicht.

Zum RHEINKONTOR:

  • Entwicklung eines modernen, Multi-Tenant fähigen Bürogebäudes mit Betriebsgastronomie und Kindertagesstätte
  • Kleinteilige Mieteinheiten mit flexiblen Raumstrukturen und Blick auf die Grachten
  • Grundstücksfläche: rd. 4.400 Quadratmeter
  • Mietfläche: ca. 14.000 Quadratmeter (inklusive Gastronomie und Kita), davon insgesamt 71 % vermietet.
  • Nutzungseinheiten: ca. 190 Quadratmeter bis ca. 2.250 Quadratmeter.
  • Stellplätze: 183
  • Architekt: msm meyer schmitz-morkramer
  • Geschosse: vier- bzw. fünf Geschosse
  • Ausstattung: Betonkernaktivierung, unterstützende Lüftung, LED-Beleuchtungskonzept
  • Baubeginn: 1. Quartal 2018
  • Geplante Fertigstellung: Mitte 2020
  • Zertifizierung nach DGNB-Gold geplant
  • Ankermieter: LBBW (rund 71% der Fläche)

 

LBBW-Immobilien Development GmbH:

Die LBBW Immobilien ist das lmmobilien-Kompetenzzentrum im Konzernverbund der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und gehört zu den großen Immobilienunternehmen in Deutschland. Ihr regionaler Fokus liegt auf den Kernmärkten Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Rhein-Main-Gebiet und Berlin. Allein oder mit Partnern tritt sie investiv als Projektentwickler auf oder betreut als Dienstleister das Projektentwicklungsgeschäft Dritter. Darüber hinaus bietet sie im Segment Asset Management Investoren und Eigentümern alle Leistungen rund um ihre Immobilieninvestitionen an, wobei sämtliche Aufgaben des Asset und Property Management schnittstellenfrei aus einer Hand erbracht werden. Im Segment Real Estate Services sind alle kommunalen Dienstleistungen etwa bei der Bauland und Grundstücksentwicklung gebündelt. Somit bietet die LBBW lmmobilien-Gruppe die gesamte immobilienwirtschaftliche Leistungspalette kompetent aus einer Hand an. Im Segment Development sind alle Projektentwicklungsaktivitäten gebündelt, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und Realisierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien stehen, angefangen bei der Baurechtschaffung über die Konzeption und Realisierung bis hin zur Vermarktung.